2. Naturschutz: Artenvielfalt durch den Schutz der Lebensräume

2. Naturschutz: Artenvielfalt durch den Schutz der Lebensräume

Jede Landschaft hat ihre Reize und ist geprägt durch ihre speziellen Tier- und Pflanzengemeinschaften. Wälder, Flüsse, Sümpfe, Teiche, Moore und Auenlandschaften, Heiden, Mager- und Trockenrasen, Brachflächen und landwirtschaftliche Flächen – sie alle tragen ihren Teil zur Artenvielfalt bei. Diese Artenvielfalt ist in vielfältiger Weise bedroht. Die Liste der aussterbenden und bedrohten Tier- und Pflanzenarten wird auch für NRW stetig länger.

Wälder und Forste dienen dementsprechend nicht nur der Holzproduktion, sondern auch dem Schutz der Artenvielfalt, als Wasserspeicher, der Aufnahme von CO2 aus der Atmosphäre, der Luftreinhaltung und als Erholungsgebiet. Dafür brauchen wir eine ökologische Stadt- und Landschaftsplanung. Ein flächendeckendes System von Landschaftserhaltungsverbänden soll eine am Naturschutz orientierte Regionalplanung fördern und die Umsetzung der Natura-2000-Gebiete organisieren.

  • Was tun?

  • Innerhalb der kommenden Legislaturperiode soll im Bereich Senne/Eggegebirge/Teutoburger Wald der zweite Nationalpark Nordrhein-Westfalens ausgewiesen werden; die militärische Nutzung ist einzustellen; die Nationalparkverwaltung des neuen NP als auch jene des Nationalparks Eifel wird als Sonderbehörde in das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz integriert

  • Artenschutzprojekte für Leittierarten fördern, den Biotopschutz ausweiten – zum Beispiel Laubfroschprojekt im Münsterland, Gelbbauchunkenprojekte im Rheinland oder Kreuzkrötenprojekte im Ruhrgebiet

  • Naturlehrpfade ausbauen und wiederherstellen, um die Bedeutung von Naturschutz zu verdeutlichen

  • Mehr Personal in den Forstbehörden einstellen

  • Bodenschonende Abbaumethoden vorziehen, zum Beispiel mit Rückepferden

  • Naturnahe Mischwälder fördern statt anfälliger Monokulturen

  • Großzügig Waldgebiete für die natürliche Waldentwicklung zur Verfügung stellen

  • Verbindliche Standards für natur-, umwelt- und klimaverträgliche sowie nachhaltige Forstwirtschaft im Landeswaldgesetz verankern

  • Privatisierung von Waldflächen verhindern, der Wald gehört allen, Privatwald nach Möglichkeit zurückkaufen

  • Landeseigene Waldflächen FSC-zertifizieren